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KLIMASCHUTZWOCHE IM KREIS PLÖN

Schwungvoller Start der Klimaschutzwoche mit konstruktivem Energiewendeforum

(cb) Am Montag, den 13.10.2025, startete die Klimaschutzwoche im Kreis Plön mit einem gut besuchten Energiewendeforum im GTZ Schwentinental, in dem Vertreterinnen und Vertreter von der Landes- bis zur Kommunalebene intensiv diskutierten. In ihrem Grußwort betonte Bärbel Winter-Claus, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur im Kreis Plön GmbH, die gelungene Zusammenarbeit mit dem Kreis Plön in der Vorbereitung des Forums: „Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen von der Kreisentwicklung und -planung hat richtig gut geklappt“.

Das Forum war stark geprägt vom direkten Dialog zwischen Kreis-, Landesebene und den rund einem Dutzend anwesenden Bürgermeistern sowie weiteren Gemeindevertretern und Akteuren. Bereits auf dem Podium wurde deutlich, dass zur Energiewende sehr verschiedene Akteure beitragen: Neben Staatssekretär Joschka Knuth und Landrat Björn Demmin standen Marion Koll als Leiterin der Landesplanung, Ulrike Wielatt, Geschäftsführerin der KielRegion und Jörg Rudat von der HanseWerk AG rund zwei Stunden lang Fragen Rede und Antwort. Moderator Robert Semkow von der IHK Kiel bündelte eigene und zahlreiche Fragen aus dem Auditorium zu einem lebendigen Austausch, der von mehreren Seiten als konstruktiv und „mit offenen Ohren“ bezeichnet wurde.

Im Hinblick auf die Akzeptanz für Maßnahmen zur Energiewende wurde mehrfach geäußert, dass hier intensive Kooperation und direkter Austausch „mit hoher Transparenz“ eine notwendige Voraussetzung sei. Ebenso muss der Bau von Photovoltaik-Freiflächenanlangen oder Windkraftanlagen und ihre Netzanschlüsse bzw. Speichermöglichkeiten koordiniert werden – möglichst bereits beim Start der Planungen. Dabei wurde der Fokus durch Nachfrage aus dem Auditorium auch auf die Möglichkeiten regionaler Nutzung der Energie gelenkt, in der ein großes Potential gesehen wird. Ein konkretes Beispiel zu Hindernissen in der Energiewende kam aus Wahlstorf: Trotz laut Bürgermeister Sven Petersen bereits stark vorhandener Akzeptanz für die vorhandenen Windkraftanlagen, dürfen diese zukünftig nicht repowered werden. Der Grund dafür ist auf Seiten der Landesplanung die Lage im Seeadlerdichtezentrum.

Neue Anlagen können in den so genannten Trudelbetrieb schalten, sobald sich Seeadler in der Nähe befinden, dies stelle jedoch eine starke Belastung für das Material dar und sei daher in der Kosten-Nutzen-Rechnung nicht wirtschaftlich.

Staatssekretär Joschka Knuth lobte die „konstruktive Atmosphäre“ der Veranstaltung und betonte, wie wichtig der intensive Austausch mit der kommunalen Ebene sei, denn zum effektiven Klimaschutz brauche es dringend die Umsetzung direkt vor Ort. Klimaschutzagenturen seien dabei wichtige Akteure, damit Vorgaben des Landes „gebündelt und übersetzt“ werden können. Die Klimaschutzagentur im Kreis Plön habe ihre Startphase gut gemeistert. Damit stimmte er den Worten des Landrates Björn Demmin zu, der die Agentur zwar noch als ein „zartes Pflänzchen“ bezeichnete, welches jedoch „den Geburtsschmerz überwunden habe“ und nun wichtiger Akteur im Klimaschutz sei.

Text/Foto/Veröffentlichung i. A.: © Carolin Böttcher Klimaschutzmanagerin

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